Botswana, Simbabwe & Namibia – Okavango

Botswana, Simbabwe & Namibia

Okavango

Der Anfang ist der Hammer. 10 Millionen Liter Wasser pro Sekunde im freien Fall. Donnernder Rauch, sagen die Einheimischen. Am Ende, in der wundervollen Onjala- Lodge, klopft nur noch dein Herz von den Elefantenherden im Chobe-Nationalpark, dem Tier- und Pflanzenrefugium Okavango-Delta, der Fata Morgana in der Makgadikgadi- Salzpfanne. Den San in der Kalahari-Wüste. Aber mit jeder Anwendung im Onjala ZenSations-Spa wandelt sich das Klopfen in einen ruhigen Rhythmus des Glücks.

Es könnte gut sein, dass keine deiner bisherigen Reisen mit solch einem Paukenschlag begonnen hat. In Dezibel kaum zu messen und eigentlich hättest du ihn in Frankfurt bereits hören müssen, diesen Donnerhall, dem David Livingstone den Namen seiner Königin gab. Wer weiß, was er sich dabei gedacht hat. Wir aber wissen genau, warum wir dich als Erstes an die Stelle führen, von der jener Afrikaforscher schrieb, es sei das Schönste, was er zu Gesicht bekommen hätte. Damit könnte er auch die Nebenwirkungen meinen, die man bekommt, wenn zehn Millionen Liter Wasser pro Sekunde 110 Meter in die Tiefe ballern. Allein die Gischt hat rund um die Victoriafälle einen tropischen Regenwald wachsen lassen. Du wanderst staunend und knipsend durch den Regenbogenhexenkessel, nach dem optionalen Rundflug über das Spektakel bist du endgültig davon überzeugt, dass der Sambesi hier die verrückteste Show der Erde abzieht.

Chobe müsste eigentlich TOE heißen – Tiere Ohne Ende. Um die 120.000 Elefanten sind in dem Nationalpark unterwegs. Riesige Herden teilen sich die Wasserstellen mit Löwen, Zebras, Impalas, Büffeln und Giraffen. Und unsere Chobe Bush Lodge liegt so nah am Geschehen, dass du der illustren Gesellschaft vom Liegestuhl aus zuwinken kannst. Mehr geht nicht, denkst du beim Einschlafen. Bis morgen, wenn mit ein wenig Glück auch noch die seltenen Geschöpfe an den Chobe-Fluss kommen.

Ab ins Boot. Drei Stunden Gleitzeit in der Flusslandschaft, eskortiert vom Blinzeln der Krokodile, dem Gähnen der Flusspferde, durstigen Antilopen und spritzenden Rüsseln. Sobald der Ruf des Schreiseeadlers ertönt, folgen wir im Pool der Chobe Bush Lodge dem Beispiel der Dickhäuter. Dann sagen wir Gute Nacht, und träume schön von Bäumen, deren Kronen in der Erde stecken und deren Wurzeln in den Himmel ragen, die 140.000 Liter Wasser speichern können und von Göttern und Geistern bewohnt sind. Baobab nennt man sie, und Planet Baobab Camp heißt folgerichtig unsere nächste Lodge, wo du dem riesigen Affenbrotbaum an die Rinde klopfen kannst, um die Geister zu rufen. Vielleicht kommt ja einer in Gestalt eines Zebras, einer Antilope oder eines Elefanten im Garten vorbei.

Lass dich nicht täuschen. Das rettende Wasser in der furztrockenen Makgadikgadi-Salzpfanne ist nichts als eine Fata Morgana und hat schon von manchem Lebewesen nur ein gut konserviertes Skelett übriggelassen. Was können wir von einer fünf Meter dicken und 60.000 Quadratkilometer großen Salzkruste auch anderes erwarten? Aber unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter haben noch jeden zurückgebracht, zur Erdmännchen-Kolonie nämlich, wo dir die fröhlichen Gesellen auf dem Schoß herumtanzen. Reicht das, um sich nach dem Pool deiner Lodge zu sehnen, oder darf es noch eine gesalzene Veranstaltung mehr sein? Dann folge uns zum Open-Air-Gerichtshof im Dorf Gweta. Ob gerade eine Verurteilung stattfindet, lässt sich schwer vorhersagen, aber Einblicke in die Kultur des heutigen Botswanas sind garantiert.

Wer vom Okavango-Delta spricht, meint die unvorstellbare Fläche von 20.000 Quadratkilometern Feuchtgebiet, aufgefächert in unzählige Wasserläufe, in denen sich 1.300 Pflanzenarten, 71 Fischarten, 33 Amphibienarten, 64 Arten von Reptilien, 444 Vogelarten und 122 Sorten Säugetiere sauwohl fühlen, bis der Okavango in der feuerroten Kalahari-Wüste versickert. In diesem Naturschauspiel bekommst du drei Tage und Nächte eine beneidenswerte Nebenrolle. Die Hauptrolle ist verteilt an die Wildnis mit ihren Elefantenherden, Hippos, Springböcken und Scharen aus der Abteilung Pieps und Träller. Alles kein Wunder, denn die Gomoti River Lodge steht praktisch mit einem Bein in einer Lagune des Gomoti. Auf der Veranda deines Zeltchalets beginnt die tägliche Sehfari mit den ersten Sonnenstrahlen und endet mit deinem letzten Blick aus dem Bett auf den mondsilbern glitzernden Wasserspiegel.

Der Morgen bringt uns ein Allradticket ins Paradies des Moremi-Wildreservats. Wir rollen sanft durch das Weltnaturerbe-Delta, das sich Elefanten, Büffel und nahezu alle Raubtierarten des südlichen Afrikas respektvoll teilen. Ein bisschen Glück und du kannst vier der Big Five abhaken und dazu ein paar Statisten im Wasserreich des Okavangos. Von dem fehlenden Fünften kannst du immer noch träumen, wenn du glückselig im Bett der Gomoti River Lodge liegst und dir von der Wildnis ein Schlaflied summen, zirpen, piepsen lässt.

Den Wecker brauchst du nicht. Die Wildnis sorgt in der Morgendämmerung auch für das Wachwerden mit einem Klangteppich, der nicht mehr nach Vogelarten zu unterscheiden ist. Sie alle rufen: Komm mit ins Delta. Lässt du dir nicht zweimal sagen, denn irgendwann will man ja auch wissen, woher all die Stimmen kommen. Wir starten mit einer mehrstündigen Pirsch im offenen Safariwagen, dann geht es mit dem Boot zu den Frühstücksbuffets der Elefanten, den Liegeplätzen der Nilkrokodile, den Herden der Kapbüffel, Streifengnus und anderen stolzen Delta-Bewohnern. Schauen wir uns dann noch einsam von oben an. Dein Fliegerchen mit lauter Logenplätzen wartet auf der Xakanaxa-Startbahn im Moremi-Wildreservat und bringt uns auf einem Flug mit Herzklopfen nach Maun.

Es war bereits die Rede davon, dass es der Okavango bis in die Kalahari-Wüste schafft, wo seine lebenspendende Kraft im wahrsten Sinne des Wortes im Sande verläuft. Dort wird es erst richtig interessant, denn in diesem kargen und unwirtlichen Gebiet weihen uns die Nachfahren der Ureinwohner in ihre Traditionen ein. Wie werden Giftpfeile für die Jagd präpariert? Wie liest man die Spuren wilder Tiere? Wie wird ein Feuer ohne Streichhölzer entfacht? Wo wächst in der Wüste Medizin? Wie lebt es sich in einer Gesellschaft ohne Privatvermögen? Die San nehmen dich mit auf eine Zeitreise rund 15.000 Jahre zurück, als Wissen und Erfahrungen noch mit Felszeichnungen an die nächste Generation weitergereicht wurden.

Die Einblicke in die uralten Traditionen wirken nach bis zur Onjala Lodge. Ein friedliches Plätzchen mit Blick über die weite Buschlandschaft. Am Pool und im ZenSations Spa tendierst du vermutlich zu genüsslich geschlossenen Augen. Die gehen dann aber fast von selbst wieder auf, wenn du im Observatorium nach den 300 Milliarden funkelnden Sternen der südlichen Hemisphäre Ausschau hältst. Ob du dich am letzten Tag höflich im Wildreservat der Lodge von deinen Lieblingstieren verabschiedest oder einfach nur in der Horizontalen in aller Stille den Himmel genießt?

Wie dem auch war: Am nächsten Vormittag ist die Zeit für deinen Flug von Windhoek zurück in die Heimat gekommen. Das ist ein bisschen traurig, aber immerhin kannst du bald deinen Lieblingsmenschen erzählen, warum es die Reise deines Lebens gewesen ist.

Reisedaten:

15 Tage Erlebnis-Reise

inklusive Flug
ab 5.099 €